Wieder war es nichts mit einem Sieg in einem Spitzenspiel. Nach einer 43:42 Pausenführung verloren die Cuxhaven BasCats am 24. Spieltag beim VfL Kirchheim Knights vor 1100 Zuschauern in der Sporthalle Stadtmitte verdient mit 84:93 und somit erstmals seit dem 19. April 2009 wieder zwei Begegnungen in Folge, rangiert aber weiter auf dem 2. Platz in der ProA.
Mit der Startformation Sascha Kesselring, Mark Dorris, Reggie Fuller, Lee Jeka und Andreas Hasenkamm gingen die BasCats in das Spitzenspiel des 24. Spieltags. Nach einigem Abtasten und Fehlwürfen auf beiden Seiten übernahmen die Cuxhavener in der 4. Spielminute durch einen Korbleger vom agilen und durchsetzungstarken Sascha Kesselring erstmals mit 7:6 die Führung in dieser Partie.
Selbst taktische Fouls von Mark Dorris und Co. brachten am Ende nichts.
Die Begegnung verlief weiterhin sehr ausgeglichen, war jedoch von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Nach zwei Kirchheimer Dreipunktetreffern zum 17:13 nahm Coach Vilmantas Matkevicius folgerichtig eine Auszeit, um seine Schützlinge noch einmal neu einzustellen. Doch der erfolgreichste „Ritter“, Cedric Brooks, lochte weiterhin munter in die BasCats Reuse ein. Insgesamt zehn Punkte gelangen dem Amerikaner im ersten Viertel, und die Cuxhavener lagen bei noch zwei zu spielenden Minuten mit 17:23 zurück. Erneut Kesselring, der eingewechselte Eric Williams sowie Hasenkamm verkürzten noch auf 23:27 nach zehn gespielten Minuten.
Der Spielfluss aus dem 1. Viertel hielt auch in Durchgang zwei an. Beide Teams zelebrierten Offensive Basketball, in der die Kirchheimer zunächst wieder mit 30:25 vorne lagen, aber Lee Jeka mit einem Nahdistanzwurf zum 31:32 erneut den Anschluss herstellte. Eine Minute später trifft Mark Dorris zur 33:32 Führung, die auf 39:36 ausgebaut werden konnte. Die Hausherren eroberten sich die Führung zurück (42:39). Danach Leerlauf auf beiden Seiten, Fehlwurf dort, Ballverlust hier. Nach 3:26 Minuten ohne Treffer netzt Reggie Fuller nach tollem Anspiel von Lee Jeka zum 41:42 ein, Dorris gelang es in letzter Sekunde sogar noch die knappe 43:42 Pausenführung.
Auftakt nach Maß in die zweite Halbzeit. Fünf Punkte in Folge durch Kesselring, Fuller (Freiwurf) und erneut Kesselring bedeuten ein 48:42, aber zugleich auch die letzte Führung in dieser Begegnung. Denn die Matkevicius-Schützlinge versäumte es, in dieser Phase ihre bietenden Chancen weiterhin konsequent zu nutzen und so holte der Tabellenvierte sich die Führung in der 25. Minute erneut zurück (49:48). Auszeit BasCats. Das Spitzenspiel blieb weiterhin spannend und eng. Immer wieder gelang es den Kirchheimern sich ein wenig abzusetzen, prompt folgte die Antwort der BasCats. In der Kirchheimer Pressemitteilung vor der Begegnung wurde noch von einem kaum für dieses Spiel einsatzfähigen Radivoj Tomasevic gesprochen, aber eine „Wunderheilung“ des BasCats-Schrecks sorgte schon für persönliche 16 Punkte nach 30 Minuten und für eine 63:59 Führung nach dem 3. Viertel.
Die BasCats schafften es weiterhin nicht das Spiel zu drehen. Kirchheim zog auf 72:61 davon, der stark an seiner alten Wirkungsstätte spielende Sascha Kesselring (18 Punkte, acht Rebounds) kassierte in dieser Phase sein viertes persönliches Foul. Seine bereits dritte und letzte Auszeit im zweiten Durchgang musste Vilmantas Matkevicius sehr früh nehmen, um noch einmal seine Schützlinge taktisch einzustellen und Schlimmeres zu verhindern. Jeka`s Dreier konterte Gordon Scott, doch Hasenkamm lochte ebenfalls mit einem Dreipunktewurf ein (67:75). Jetzt schien es von der Dreipunktelinie im Gegensatz zur 1. Halbzeit (1/6, 17 Prozent) besser zu laufen. Vier Punkte von Kesselring zum 71:77 fünf Minuten vor dem Ende brachte die BasCats erneut auf Tuchfühlung. Auch bei noch 3:40 zu spielenden Minuten betrug der Rückstand weiter sechs Punkte (74:80). Eine Minute später war der Arbeitstag für den überragenden Kesselring (22 Punkte, zehn Rebounds) mit seinem fünften Foul vorzeitig beendet. Lee Jeka mit einem weiteren Dreier 150 Sekunden vor dem Ende zum 77:82 sorgte noch einmal für Hoffnung. Zwei verwandelte Freiwürfe von Dorris zum 79:83 sorgte für eine weitere Verkürzung des Rückstands. Kirchheims Scott konterte eiskalt mit einem Dreier zum 86:79. Jetzt hieß die Devise „stop-the-clock“, doch auch diese Maßnahme änderte nichts mehr daran, dass die BasCats erneut ein Spitzenspiel in der ProA nicht für sich entscheiden konnten. Mit der verdienten 84:93 Niederlage bleiben die BasCats Tabellenzweiter.
Punkte: Philipp Stachula DNP, Andreas Ruckhaber 1, Lee Jeka 19 (8 Assists), Patrick Wischnewski, Andreas Hasenkamm 8, Sascha Kesselring 22 (10 Rebounds), Fredrick Kleemichen DNP, Nicolas May, Reggie Fuller 7, Mark Dorris 17 (6 Assists, 4 Steals), Eric Williams 10 (10 Rebounds).
(Quelle: Cuxhaven BasCats)
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erstellt am 14.03.2010