Am Ende des Abends konnte eigentlich beide Mannschaften zufrieden sein. Klar, die Gäste aus Essen hatten sich mit 80:78 hauchdünn gegen Science City Jena durchgesetzt. Doch die Thüringer zeigten einmal mehr, dass ihre Youngster tragende Stützen sind, die sich in der ProA prächtig entwickeln. Und nebenbei haben beide Teams reichlich Abstand auf die Abstiegsplätze.
Dass es am Ende der Partie noch einmal spannend wurde, hatten sich die ETB Wohnbau Baskets selber zuzuschreiben. Mit zwischenzeitlich 18 Punkten Vorsprung führten sie im dritten Viertel, ehe die Gastgeber durch einen Dreierserie von Oskar Faßler (22 Punkte) wieder herangeführt wurden. Da auch Junioren-Nationalspieler Simon Schmitz (18) offensiv einen seiner aktiveren Tage hatte, schmolz die Differenz zunehmend dahin. Dank des starken Nordamerika-Duos um Tyler Kepkay und Keonta Howell (je 23 Punkte) wussten die Mannen aus dem Ruhrpott das Comeback jedoch abzuwehren und brachten ihre hauchdünne Führung über die Runden.
„Wir sind zwar rechnerisch noch lange nicht gerettet, aber wir haben uns jetzt eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet“, stellte Igor Krizanovic heraus. Theoretisch muss der ETB-Coach noch Angst vor dem Abstiegsgespenst haben. Faktisch aber hat seine Mannschaft, ebenso wie Jena, nun drei Meisterschaftszähler Vorsprung auf die den 15. Tabellenplatz belegenden Giants Nördlingen. Zudem haben die Baskets den direkten Vergleich gegen die Ries-Truppe gewonnen, Jena hingegen hätte bei Punktgleichheit mit den Giants das Nachsehen. Bei nur noch sechs verbleibenden Spieltagen verbreitet das momentane Polster aber ein grundsätzlich dezenten Optimismus – bei beiden Teams.
(Junge Liga / JB)
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erstellt am 15.03.2010