"Feuer frei" vor Runde zwei
Die Oettinger Rockets Gotha sind gut in Schuss. Deutlich wurde das sowohl am vergangenen Samstag in Kleinmachnow als auch gestern in der Nähe von Wechmar. Nachdem die Mannschaft in der Vorwoche einmal um die Ohratalsperre wanderte, wurde in dieser Woche zur Abwechslung scharf geschossen: Trap und Kleinkaliber.
Die Rockets müssen auf ihre tiefe Bank vertrauen.
In beiden Disziplinen erzielte das Team bemerkenswerte Ergebnisse. Allen voran Shooter Kevin Schaffartzik, der auch am Schießstand munter drauf los ballerte und in der Addition die Nase vorne hatte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Torvoris Baker und Albert Kuppe, der ob seiner Feuerkünste mit dem Basketball auch den Spitznamen „AK 47“ trägt. Diese Abkürzung, die mit seinen Initialen beginnt, steht für ein Schnellfeuergewehr russischer Bauart: die „Awtomat Kalaschnikowa“.
Bereits lange vor dem Ausflug nach Wechmar nahmen die Rockets ihren nächsten Gegner ins Visier. Schließlich beginnt am Samstag die zweite Runde der Playoffs: Dann werden die Spot Up Medien Baskets Braunschweig in der Ernestiner-Sporthalle erwartet (Tip-Off: 19 Uhr).
Die Gothaer blicken ihrem dritten Playoff-Spiel mit einer Mischung aus gesundem Selbstvertrauen und Respekt vor dem Gegner entgegen. Denn für sie zählen die Gäste aus Niedersachen zu den stärksten Mannschaften der gesamten ProB. Braunschweig beendete die Hauptrunde in der Nordstaffel auf Platz vier, hätte aber gewiss noch weiter vorne landen können, wenn Head Coach Liviu Calin in allen Partien seine wichtigsten Doppellizenz-Spieler zur Verfügung gestanden hätten. So aber musste der Trainer-Routinier Point Guard Dennis Schröder und Center Daniel Theis einige Male ersetzen – beide bezeichnet Gothas Coach Marko Simic als zwei der größten Talente, die es in Deutschland gibt. Beide sind Leistungsträger ihres Teams und warten mit überragenden Statistiken auf. So kommt Theis im Schnitt auf 18,5 Punkte und 8,7 Rebounds. Schröder brachte es in der Hauptrunde im Schnitt auf 17,8 Zähler und in den beiden bis dato absolvierten Playoff-Spielen gar auf 27,5 Punkte.
Doch das sind keineswegs die einzigen Aspekte, die Braunschweig zu einem gefährlichen Gegner machen. Denn das Spot-Up-Medien-Team besitzt wie Gotha eine tiefe Bank und auch eine sehr gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Zu den Routiniers zählt Waldemar Buchmiller, der in der Saison 2009/2010 für die Rockets spielte und mit Gotha den Aufstieg in die ProB schaffte.
Im Gegenzug gibt es auch zwei Gothaer, die einst in Braunschweig am Ball waren: Leo Niebuhr (BBL Saison 2006/2007) und Davon Roberts (2. Bundesliga 2008/2009). Zudem kennen sich Konstantin Klein und Daniel Theis von gemeinsamen Auftritten mit der U20-Nationalmannschaft: Beide gehörten zum erfolgreichen Team, das im vergangenen Jahr bei der Europameisterschaft in Spanien den fünften Platz erkämpfte.
All das rückt am Samstag freilich in den Hintergrund. „Das einzige, was in den Playoffs zählt, ist, dass man ready ist: also auf den Punkt top-fit und motiviert, sehr gut vorbereitet auf die nächste Partie und bereit, auf dem Spielfeld alles für einen Sieg zu geben“, sagt Rockets-Coach Marko Simic und fügt hinzu: „Wir sind ready!
(Quelle: Oettinger Rockets Gotha)
http://www.diejungeliga.de
erstellt am 15.03.2012
erstellt am 15.03.2012

