Ausbildungsfonds
Was ist der Ausbildungsfonds?
Welche Ziele verfolgt der Ausbildungsfonds für die Nachwuchsförderung allgemein?
Zu den Primärzielen in der Nachwuchsarbeit gehören hierbei vor allem
- die Sicherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Mannschaften und der Nationalmannschaft,
- eine entsprechende Qualität und Quantität der ausgebildeten deutschen Nachwuchsspieler,
- die erforderliche Qualität bei der Talentfindung und -entwicklung.
Die Steuerung der Talentförderung muss dabei so erfolgen, dass kurzfristiges Erfolgsdenken (im Nachwuchsbereich) verhindert wird.
Die entscheidende Schnittstelle im System stellen jedoch die (Jugend-)Trainer dar. Wenn es nicht gelingt, deren Motivation und Qualifikation unter veränderten äußeren Rahmenbedingungen entscheidend zu verbessern, ist ein Fortschritt nur schwer vorstellbar. Dabei kommt der Entwicklung eines Profils „Jugendleistungstrainer“ eine hohe Bedeutung zu.
Der angestrebte Grundleitgedanke des Ausbildungsfonds ist, dass es sich im Kern um ein Bonus- und nicht um ein Malussystem handeln soll. Uns ist wichtig, über den Ausbildungsfonds eine bundesweite Anerkennungs- und Wertschätzungskultur für die Nachwuchsarbeit herbei zu führen.
Mit welchen Elementen ist der Ausbildungsfonds konkret ausgestattet?
- Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln für die Nachwuchsförderung, insbesondere von künftigen deutschen Profi-Basketballspielern;
- Finanzierung von erfolgsträchtigen, vereinsübergreifenden Projekten, insbesondere Schulprojekte;
- Förderung von Jugendleistungstrainern durch Stipendien für eine gute Ausbildung, um mit Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll arbeiten zu können;
- Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Ausbildungsentschädigungen, die ausbildenden Vereinen einen Teil ihrer Aufwendungen ersetzt und regionale Jugendförderstrukturen unterstützt;
- Die jährliche Prämierung erfolgreicher und effizienter Nachwuchsarbeit und solcher Vereine, die einen Beitrag für das Gesamtsystem leisten;
- Die Wertschätzung für Lehrer und Trainer, die sich bei der Entdeckung und dem Hervorbringen von Talenten überdurchschnittlich engagieren.
Woher generiert der Ausbildungsfonds seine finanziellen Mittel?
Die Basiseinzahlungen der BBL-Vereine erfolgen durch einen jährlichen Grundbetrag pro Verein und Saison in Höhe von 3.000,00 Euro, die der ProA-Vereine in Höhe von 1.500,00 Euro und die der ProB-Vereine in Höhe von 750,00 Euro.
Variable Einzahlungen werden bei Spielertransfers (jede Neu-Verpflichtung) fällig. Unterschieden wird dabei in Normal- und Kurzzeitverträge, wobei unter Kurzzeitverträge alle Verträge mit Spielern fallen, die bis zu zwei Monate beschäftigt werden. Für Normalverträge fällt der volle, für Kurzzeitverträge der halbe Einzahlungsbetrag an. Die Einzahlungshöhe beträgt je Neu-Verpflichtung 3.000,00 Euro / 1.500,00 Euro bzw. 750,00 Euro.
Die variablen Zahlungen beinhalten gleichzeitig ein Steuerungsinstrumentarium, das die Stabilität / Kontinuität in den Kadern der Vereine belohnt. Es zahlt also derjenige weniger ein, der weniger Spielertransfers tätigt.
Wer entscheidet über die Vergabe der finanziellen Mittel?
Die Besetzung des Ausschusses sieht wie folgt aus:
- Wolfgang HEYDER (Brose Baskets)
- Kamil NOVAK (FRAPORT SKYLINERS)
- Dr. Thomas STOLL (ratiopharm Ulm)
- Jan POMMER (Geschäftsführer der BBL GmbH)
- Jens STAUDENMAYER (Leiter Sport der BBL GmbH)
- Nicolas GRUNDMANN (Geschäftsführer DJL GmbH)
- Nico DRMOTA (Erdgas Ehingen/Urspringschule)
- Jürgen BARTH (TV 1862 Langen)
- Johannes KOPKOW (Nürnberger BC)
Der Ausbildungsausschuss entscheidet jährlich nach Kenntnis der zur Verfügung stehenden Mittel über deren Verwendung. Sollten die Mittel in einem Jahr nicht ausgeschüttet werden, weil sie entweder nicht benötigt oder aber nicht genügend Gründe / Anträge vorliegen, sollen die Mittel entweder auf neue Rechnung vorgetragen werden oder aber ggf. für die Erhöhung der anderen Ziele zur Verfügung stehen.

